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Demografische Daten und Fakten

In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren - die Bevölkerungszahlen sinken dramatisch

  • Seit 1991 ist die Zahl der Neugeborenen in Deutschland von 830.000 auf ca. 673.000 im Jahr 2006 gesunken. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass das Geburtendefizit sich bis zum Jahre 2030 verdreifacht. Die Geburtenzahl würde damit um weitere 17 Prozent auf 566.000 sinken. Besonders in den Neuen Bundesländern wird die Bevölkerung dramatisch zurückgehen
  • Im Jahr 2030 werden in Deutschland voraussichtlich nur noch 77 Millionen Einwohner leben. Während die Altersgruppe der über 65-Jährigen um 40 Prozent von 16 Millionen auf 22 Millionen steigt, sinkt die Zahl der Kinder und Jugendlichen fast um ein Viertel. Im Jahr 2030 werden statt 16,5 Millionen nur noch 12,7 Millionen unter 20-Jährige in Deutschland leben.
  • Die Anzahl der Erwerbsfähigen wird bis zum Jahr 2030 um 15 Prozent bzw. 7,7 Millionen Menschen sinken.

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Demografischer Wandel in Deutschland. Heft 1, 2007.


Das Alter der Mütter steigt - der Anteil der kinderlosen Frauen nimmt zu

  • Die Frauen der Geburtsjahrgänge von 1942 bis 1946 waren im Durchschnitt bei der Geburt ihres ersten Kindes 23 Jahre alt. Frauen der Jahrgänge 1962 bis 1966 bekamen ihr erstes Kind im Durchschnitt mit 26 Jahren.
  • Kinderlosigkeit ist heute in Deutschland erheblich stärker ausgeprägt als noch vor 20 Jahren. Von den heute 70 bis 75 Jahre alten Frauen haben 14 Prozent keine Kinder. Bei den Frauen zwischen 40 und 49 Jahren sind 21 Prozent kinderlos. Bei den 35- bis 39-jährigen waren zum Zeitpunkt der Befragung im Jahr 2006 26 Prozent noch nicht Mutter. Von den Frauen zwischen 30 und 34 Jahren haben bislang 41 Prozent keine Kinder.
  • Der Anteil der kinderlosen Frauen steigt mit dem Bildungsstand an: Nur jede siebte Frau mit niedrigem Bildungsstand, aber jede fünfte Frau mit hohem Bildungsstand hat keine Kinder.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Geburten und Kinderlosigkeit in Deutschland - Ergebnisse einer Sondererhebung. Wiesbaden, 18. Dezember 2007.

Die Deutschen wünschen sich Kinder - und zwar mehr als zwei

  • Für 90 Prozent der Deutschen hat eine glückliche Partnerschaft einen sehr hohen Stellenwert. Etwa 75 Prozent der Westdeutschen und über 80 Prozent der Ostdeutschen halten Kinder in ihrem Leben für wichtig.
  • Die durchschnittliche Zahl der gewünschten Kinder lag im Jahr 2006 bei 2,17 bei Männern und 2,24 bei Frauen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Datenreport 2006. Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland.


Wunsch und Wirklichkeit klaffen jedoch auseinander - die durchschnittlich Kinderzahl je Frau liegt bei 1,33

  • Im Jahr 2006 kamen bundesweit rund 672.700 Mädchen und Jungen zur Welt. Dies waren 13.100 weniger als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt bekommt damit jede Frau in Deutschland 1,33 Kinder.
  • 2005 waren es durchschnittlich noch 1,34 Kinder pro Frau, im Jahr 2004 waren es 1,36. Im Jahr 1990 lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau noch bei 1,45. Erst ab mehr als 2 Kindern pro Frau würde die Bevölkerung wachsen.
  • Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland klar zurück. Zum Vergleich: In den anderen großen EU-Ländern Frankreich und Großbritannien liegt die durchschnittliche Kinderzahl bei 1,94 beziehungsweise 1,78.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 366. Wiesbaden, 10. September 2007.

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