Sprüche und Gedanken

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Mein erstes Einschlaf-Märchen

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit. Da waren der Papa und die Mama – die damals noch gar keine Mama war – sehr, sehr traurig. Denn der liebe Gott schickte ihnen keine Kinderseele. Dabei wünschten sie sich nichts sehnlicher auf der Welt als einen kleinen Zwerg, den sie auf seinem Lebensweg begleiten dürfen. Aber es half kein Weinen, kein Bitten, Beten und Flehen. Da wurden der Papa und vor allem die Mama – die ja noch gar keine Mama war- immer noch trauriger. Weinten, zweifelten, stritten, beteten und zweifelten – viele, viele Jahre lang. Bis eines Tages der Papa eine Idee hatte und die Mama – die ja noch gar keine Mama war – mit zu einem Doktor nahm. Der hörte ihnen zu, untersuchte sie und sagte: „Vielleicht kann ich ihnen helfen?“ Und dann gab er der Mama, die noch keine Mama war, Medizin und schaute ihr mit einem Gerät in den Bauch hinein. Es vergingen Wochen und Monate und eines Tages sagte der Doktor: „Ich glaube, ich habe in Ihrem Bauch gerade eine kleine Kinderseele gesehen“. Als sie das hörte, musste die Mama wieder weinen, aber diesmal, weil sie so glücklich war – denn endlich, endlich würde aus der Mama, die noch keine Mama war, eine richtige Mama werden. Und sie rief sofort den Papa an. Der konnte es erst einmal gar nicht richtig glauben. Aber als die Mama immer runder und dicker und noch runder wurde, glaubte es auch der Papa. Und spätabends, wenn er seine Hand auf den großen Bauch der Mama legte, dann spürte er, wie die kleine Kinderseele mit ihren winzigen Füßchen gegen seine Hand trat, wie sie mit ihren klitzekleinen Fäusten boxte. Und der Doktor zeigte ihnen mit seinem Gerät, das direkt in den Mamabauch reinschauen kann, wie die kleine Kinderseele dort drinnen genüsslich an ihrem Mini-Daumen lutschte.
In einer eiskalten Winternacht schließlich weckte die Mama den Papa, weil sie wusste, dass die kleine Kinderseele ganz bald zur Welt kommen wollte. Sie fuhren miteinander ins Krankenhaus, in der Tasche zwei Nachthemden für die Mama und zwei winzige Strampelanzüge für die kleine Kinderseele. Im Krankenhaus gingen Mama und Papa treppauf und treppab, treppauf und treppab, weil das Kinderseelen beim Auf-die-Welt-Kommen hilft. Aber diese kleine Kinderseele wartete so lange, bis ihr der Doktor auf die Welt half. Als die Mama und der Papa dann die kleine Kinderseele sahen, sagten sie „Willkommen“ und nannten sie Hannah. Und seitdem leben sie glücklich, zufrieden und heiter, denn die kleine Hannah hat ihnen ihren größten Wunsch erfüllt und zugleich das Lächeln in ihr Leben gebracht.

© Raphaela Kreitmeir
Abdruck und kommerzielle Verbreitung untersagt

Warum?!

WARUM ….

die Frage aller Fragen ……..

Warum ……
die Antwort zu finden überfordert mich ….. ich werde auch keine passende Antwort finden ……
Und doch ist es wichtig, dass wir uns die Frage manchmal stellen, nicht um eine Antwort zu finden, sondern um Fragen zu finden, die uns weiterbringen.

Es ist wohl Schwierig, auf den erstem Blick einen Sinn darin zu finden, wenn eine Frau eine Fehlgeburt erleidet, wenn ein Kind stirbt, wenn eine Frau nicht schwanger werden kann, wenn ein Kind schwer krank ist, wenn Familien zerbrechen, wenn großes Leid über uns hereinbricht.
Es verändert unser Leben ganz entscheidend.
Nichts ist mehr, wie es war – im Guten und im Schlechten.

Liegt es nicht auch an uns, diesem Warum, einen Sinn zu geben ???
Indem wir uns klar werden, was wirklich wichtig im Leben ist ???
Indem wir uns bemühen, ein „guter Mensch“ zu sein ???
Indem wir uns da um Frieden bemühen, wo es uns am schwersten fällt ???
Indem wir uns auf die innerste Suche nach dem Wert machen, die auch durch solche Ereignisse nicht zerstört werden ??
Die Suche nach Achtung, Respekt, Anerkennung, Zuneigung usw. ???
Indem wir begreifen, dass überall, wo Licht ist auch Schatten ist – und vor allem überall wo Schatten ist – ist auch Licht ……..
Indem wir uns auch an guten Tagen bewusst sind, dass diese guten Tage ein unendlich kostbares Geschenk ist ….
Für jeden Schicksalsschlag liegt der Sinn anderswo.
Und manchmal ist es fast unmöglich einen zu finden.
Und dann liegt der Sinn vielleicht auch einfach darin, dass wir lernen, dass das Leben nicht immer fair ist, dass man manche Dinge einfach aushalten muss- und daraus eine große Kraft wächst ???
Eine Zuversicht, die das Leben erträglicher macht, weil man diese schwere Zeit doch überstanden hat ????
Und alles , was uns durch diese Zeit tragen kann, ist die kleine Pflanze Hoffnung ……
Egal wie dunkel und kalt die Welt sein mag – die Pflanze Hoffnung vermag immer dann zu blühen, wenn es finster ist.
Die Hoffnung auf einen besseres Morgen.
Die Hoffnung auf eine Heilung.
Die Hoffnung auf …………
Und wenn die Hoffnung mit Füssen getreten wird – nichts kann sie besiegen –
und noch in der dunkelsten Nacht wächst ein kleines Blättchen …..
und dann wird auch die Pflanze wieder groß und stark und lockt die Sonne hervor …….
WARUM ?????
DARUM…
Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr ,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Und Gott hat der Hoffnung einen Bruder gegeben
……
Er heißt Erinnerung.

© by anonym


Du fehlst mir…

Du hast kein Gesicht,
aber Du fehlst mir.

Du hast keinen Namen,
aber Du fehlst mir.

Du bist mir nie begegnet,
aber Du fehlst mir.

Je länger Du nicht da bist,
desto größer wird die Leere in mir.

Je länger Du nicht da bist,
desto größer wird die Angst,

Dich nie im Arm halten zu können,
Dir nie die Welt zeigen zu können,
Dir nichts geben zu können – außer meiner Tränen.
© Barbara Heinemann

Wirst Du kommen?

Wirst Du kommen?

Du bist eingeladen unser Gast zu sein.
Wir haben Dir ein Nest aus Liebe und Achtung gebaut.

Wirst Du kommen?

Den Weg der Freude wollen wir mit Dir teilen und Dich über Stolpersteine und durch stürmische Zeiten mit der Kraft unserer Liebe begleiten.

Über Dein Wohlergehen und Deine Entwicklung wollen wir wachen und dabei Deine Freiheit achten.

Nicht unseren Plan für Dich entwerfen, sondern mit Dir Deine Stimme hören.

Dich ermutigen an Dich und Deine Fähigkeiten zu glauben und Dich stärken Deinen Weg zu gehen.

Wirst Du kommen?

Ich warte auf dich!

Wo bist du?
Ich warte auf dich!

Bist du schon hier auf dieser Welt?
Oder vielleicht im Bauch deiner anderen Mami?
Oder brauchst du noch ein wenig Zeit?

Ich weiß, dass wir uns finden!

Ich warte auf dich!

© Barbara Heinemann